Sweet Charity

Musical nach dem Film "Die Nächte der Cabiria" von Federico Fellini, Tullio Pinelli & Ennio Plaiano

Buch: Neil Simon
Musik: Cy Coleman
Liedtexte: Dorothy Fields
Deutsch: Marianne Schubart & Victor Bach

Inszenierung: Reinhardt Friese
Choreografie: Iris Limbarth
Musikalische Leitung: Wolf Dobberthin
Bühnenbild & Kostüme: Reinhard Wust
Regieassistenz: Michael Sulschenko
Künstlerische Mitarbeit: Olaf Kell
Inspizienz: Michael Beranek

Premiere am 18. September 1996 im Kleinen Haus

Das Amüsiermädchen Charity, das für Geld mit Männern tanzt, hat auch nach acht Jahren in diesem Job ihren Glauben an die Güte der Menschen und die ewige reine Liebe nicht verloren. Sie gerät deshalb stets an Männer, die sie ausnutzen und wird von ihren Freundinnen als naiv und unbelehrbar angesehen. Sie macht zufällig die Bekanntschaft eines italienischen Filmstars, den sie mit ihrer unverdorbenen Art inspiriert und dazu animiert, sich mit seiner Freundin, von der er sich trennen will, zu versöhnen. Ihre Freundinnen glauben ihr allerdings nicht, dass sie mit dem Star zwar die Nacht, nicht aber das Bett geteilt hat.
Charity sucht einen beruflichen Ausweg und lernt den "normalen" Versicherungsvertreter Oscar kennen, der sich in sie verliebt. Charity verschweigt ihm zunächst allerdings ihren wahren Beruf, doch auch nachdem er ihn erfährt, möchte er seine Freundin heiraten. Triumphierend kündigt sie in der Kneipe und verabschiedet sich von ihrem alten Leben. Oscar, der selber unter verschiedenen Komplexen leidet, lässt sie im Standesamt sitzen. Ihren Freundinnen, die in ihr den Beweis sehen, dass ein Ausweg aus diesem Milieu möglich ist, traut sich Charity nicht zu offenbaren. Nach einer Nacht auf der Straße erkennt die junge Frau aber, dass ihr nun alle Möglichkeiten des Lebens offen stehen und sie ist entschlossen, diese Chance zu ergreifen.

Wer soll mit dem Gott der Städte, mit diesem New Yorker Baal, fertig werden?
Wer die Maßlosigkeit Manhattans begreift, muß selber maßlos werden. Wer hier lebt, der schrumpft und wächst und fliegt. Kurz: Er lebt einen pubertären Alptraum. Siege glänzen prächtiger, und Niederlagen sind zerschmetternder, Gefühle intensivieren sich wie unter einem Vergrösserungsglas. Keine Stadt der Welt setzt sich so dramatisch in Szene. Da sind das Neonherz des Times Square und seine goldenen Broadway-Versprechen, da sind die Lichtschneisen und die gelben Ströme der Taxis, und aus den Kanaldeckeln und U-Bahn-Gittern steigt weißer Dampf in dichten Schwaden, gleichzeitig Theaternebel und Qualm aus dem Maschinenraum der Stadt.

 

Es spielen:

Charity Hope Valentine: Iris Limbarth
Helene: Lali Ruske
Nickie: Barbara Dunn
Hermann, Geschäftsführer des Fan Dango: Jochen Losert
Marvin, sein Faktotum; Portier am Plaza Hotel: Benjamin Rufin
Vittorio Vidal, Filmstar: Frank Günther
Ursula, seine Geliebte: Eva Pichler
Manfred, sein Butler: Gerard Naziri
Oscar Lindquist, Buchhalter: Jörg Neubauer
Daddy Brubeck, Prediger; 1. Polizist: Michael Sulschenko
Drei Jünger: Pasquale Lino, Benjamin Rufin, Miguel Torres
Sonnenbrille: Pasquale Lino
Frau von der Auskunft, Antie: Dorothee Ott
2. Polizist: Oliver Kahl
Japanischer Tourist: Marc Zinnecker
Bettler: Dorothee Ott, Astrid Schäfer, Michael Sulschenko
Fan Dango Girls: Susanne Geil, Verena Janowski, Myriam Lifka, Constanze Lindner, Debbie Mongrowius, Dorothee Ott, Eva Pichler, Felicitas Ritter, Astrid Schäfer, Natalia Steinhebel, Silvia Ulrich
Passanten, Freier im Fan Dango, Schausteller auf Coney Island: Ensemble

 

Band:

Keyboards: Frank Bangert
Bass: Hans Höhn / Jürgen Dorn
Gitarre: Patrick Hoss
Schlagzeug: Thomas Elsner / Holger Dietz
Trompete: Joachim Braun / Christian Meyers / Christian Tollsdorf
Saxophon: Bodo Christmann / Wolf Dobberthin / Sven Hack / Jens Hunstein
Posaune: Tobias Reitmann / Till Krause

Kleines Haus

Hessisches Staatstheater Wiesbaden