Chicago

Musik: John Cander
Buch & Liedtexte: Fred Ebb & Bob Fosse


Inszenierung: Reinhardt Friese
Musikalische Leitung: Wolf Dobberthin
Choreografie: Iris Limbarth
Bühnenbild: Jens Weber
Kostüme: Teresa Rebelein
Regieassistenz: Olaf Kell
Ausstattungsassistenz: Lin May Saeed
Inspizienz: Michael Beranek

Premiere am 13. September 1995 im Kleinen Haus

Die Geschichte spielt im Chicago der 1920er Jahre ("Ouverture"). Sie beginnt mit dem Mord der Vaudeville-Tänzerin ("All That Jazz") Roxie Harts an ihrem Liebhaber Fred Casely. Bei der ersten Befragung am Tatort deckt ihr Ehemann sie ("Funny Honey"), bis sich herausstellt, dass sie ein Verhältnis mit dem Toten hatte. Roxie kommt daraufhin zur Untersuchungshaft ins Gefängnis ("Cell Block Tango"). Dort lernt sie die korrupte Matron Morton, genannt "Mama" kennen, die ihr das Leben im Gefängnis erklärt ("When You're Good to Mama"). Ihre Zellengenossin und ebenfalls Mörderin ist die Tänzerin Velma Kelly, die mit "Mama's" Hilfe zu einem Medienstar wurde und die Fortsetzung ihrer Karriere nach ihrer Freilassung plant. "Mama" schl"gt Roxie den Rechtsanwalt Billy Flynn vor, da dieser noch nie einen Prozess verloren hat. Roxie hat nicht genug Geld, durch ihren Mann erhält sie es schließlich dennoch ("A Tap Dance") und Billy nimmt Roxies Fall an ("All I Care About is Love"). Mit Hilfe der Boulevardjournalistin Mary Sunshine ("A Little Bit of Good") wird Roxie in den Medien als "Jazz-Mörderin" immer populärer, im Stück hält sie eine große Zeitung mit der Schlagzeile "Roxie rocks Chicago" in die Höhe und neue Versionen der Wahrheit werden verbreitet ("We Both Reached for the Gun"). Velma wird eifersüchtig auf sie, da sie ihr nicht nur das Rampenlicht, sondern auch Billy stiehlt, und versucht vergeblich, mit ihr ins Gespräch zu kommen ("I Can't Do It Alone"). Unabhängig voneinander kommen beide Frauen zu dem Schluss, dass sie nur sich selbst vertrauen können ("My Own Best Friend"). Roxies Glückssträhne nimmt kein Ende ("I Know a Girl"), trotz ihrer Lügen, nach denen es heißt, sie habe eine Klosterschule besucht und sei mittlerweile schwanger, was schon lang ihr größter Wunsch gewesen sein soll ("Me and My Baby"). Für die angebliche Vaterschaft ihres Mannes interessiert sich jedoch niemand ("Mr. Cellophane"). Unterdessen planen Velma und Billy einige Tricks für ihre Verhandlung ("When Velma Takes The Stand"). Der Anwalt setzt diese jedoch allesamt für Roxies Fall ein ("Razzle Dazzle"), was "Mama" und Velma nicht freundlich stimmt ("Class"). Mit allen Schmeicheleien und Lügen kommt Roxie erwartungsgemäß frei. Jedoch nehmen auch ihre Tage im Licht der Medien ein jähes Ende, als ein neuer, spektakulärerer Fall das Interesse der Öffentlichkeit auf sich zieht. Roxie findet sich damit ab ("Nowadays) und kommt auf Velmas einstigen Vorschlag einer gemeinsamen Karriere zurück ("Hot Honey Rag"). Letztendlich werden Velma und Roxie zwei gefeierte Jazz-Sängerinnen ("Finale").

 

Es spielen:

Conferenciers: Pasquale Lino, Benjamin Rufin
Velma Kelly: Barbara Dunn
Roxie Hart: Iris Limbarth
Amos Hart, Go-to-hell-Kitty: Jochen Losert
Billy Flynn, Sergeant Fogarty: Jörg Neubauer
Mama Morton: Frank Günther
Fred Casely, Aaron, Harry: Joachim Benkenstein
Liz, Richter: Eva Pichler
Mary Sunshine, Annie, Reporter: Carmen Stumpf
June: Verena Janowski
Hunyak: Dorothee Ott
Mona, Harrison: Lali Ruske
Peggy: Stefanie Dresch
Gerichtsdiener: Oliver Kahl

Band:

Saxophon, Keyboard: Wolf Dobberthin
Reeds: Bodo Christmann / Julia Nolte
Trompete: Joachim Braun / Christian Meyers
Posaune: Tobias Reitmann / Karsten Weilnau
Violine: Anja Elsholz
Klavier: Frank Bangert
Bass: Jürgen Dorn
Schlagzeug: Holger Dietz

 

Kleines Haus

Hessisches Staatstheater Wiesbaden