City of Angels
Buch: Larry Gelbart
Musik: Cy Coleman
Liedtexte: David Zippel
Deutsch: Michael Kunze
Inszenierung: Reinhardt Friese
Musikalische Leitung: Frank Bangert
Choreografie: Iris Limbarth
Gesangseinstudierung: Jill Gaylord
Premiere am 26. August 2000 im Kleinen Haus
"City of Angels", die zehnte Produktion des Jugend-Clubs unter der Leitung von Reinhardt Friese ist eine Hommage. Eine Hommage an die schwarze Serie, an Raymond Chandler, an all die knallharten Private Eyes der vierziger Jahre. Und nicht anders als "Tote schlafen fest" oder "Der Malteser Falke" lebt auch "City of Angels" von seinen unzähligen Figuren und seinen hoffnungslos verwobenen Handlungsfäden. So entführt dieses Musical von Cy Coleman, Larry Gelbart und David Zippel vom ersten Moment an in das von Intrigen, Lügen, Erpressung und Mord geplagte Los Angeles des Jahres 1944: "Drei Millionen Einwohner in der City of Angels laut der letzten Volkszählung, und gut die Hälfte führt etwas im Schilde, von dem die andere Hälfte nichts erfahren soll. Wir werden alle vom schönen Schein hinters Licht geführt. Palmen kitzeln den blauen Himmel und die Sonne hier reicht aus, um Pittsburgh zu einer hellen Stadt zu machen. Aber das ist alles nur Oberfläche. Um die Wahrheit zu sagen: L.A. ist so wie ein hübsches Mädchen, das einen Tripper hat." Diese Worte des harten, aber nicht besonders erfolgreichen, Privatdetektivs Stone geleiten uns in die Geschichte eines Kriminalfilms - eines Films, der gerade erst geschrieben wird! Denn Stine, ein junger Autor und Schöpfer von Stone, hat von einem mächtigen Filmmogul namens Buddy Fiddler den Auftrag erhalten, einen seiner Kriminalromane für die Leinwand zu adaptieren. Dem Ruf des Geldes folgend, und die drohende Gefahr für seine künstlerische Freiheit ignorierend, beginnt er voller Enthusiasmus die Umsetzung. Stines Geschichte konfrontiert seinen Protagonisten Stone mit einer Femme fatale, die ihn beauftragt, ihre unter mysteriösen Umständen verschwundene Stieftochter zu finden. Im Lauf seiner Suche macht Stone die Bekanntschaft diverser unangenehmer Zeitgenossen: Tumbe Schläger, die ihn im eigenen Apartment verprügeln, geldgierige Quacksalber, die mehr als frühreife Stieftochter sowie der Rest der äusserst zwielichtigen Familie Kingsley. Drohende Mordanklagen, kompromittierende Fotos sowie zwei Leichen komplettieren diese klassischen Krimi, der natürlich vollkommen anders endet, als der Zuschauer zu ahnen glaubt. Doch scheint Stine nicht geahnt zu haben, mit wem er sich eingelassen hat. Er gerät - wie sein Protagonist Stone in einen Strudel der Lügen und Intrigen. Sein Drehbuch wird von Fiddler ein ums andere mal umgeschrieben und bis zur Unkenntlichkeit verändert. Dies bleibt nicht ohne Konsequenz für die Figuren des Films. Und die Konfrontation von Stine und Stone ist unvermeidlich...
Es spielen:
Stone: Marc Zinnecker
Oolie, Donna: Britta Hammelstein
Alaura Kingsley, Carla Haywood: Iris Limbarth
Stine: Tobias Bode
Buddy Fiddler, Irwin S. Irving: Jochen Losert
Schuhputzer, Sonny, Anrufer, Mahoney, Requisiteur, Studio-Wachmann: Trystan Pütter
Gabby, Bobbi: Georgia J. Brown
Big Six, Studio-Wachmann: Michael Schmiedel
Jimmy Powers: Frank Günther
Gilbert, Officer Pasco, Dr. Mandril: Patrick Schmitz
Lt. Muñoz, Pancho Vargas: Philipp Böttcher
Peter Kingsley, Harlan Yamato, Gerals Pierce: Björn Sauer
Margaret: Sonja Härtel
Luther Kingsley, Kommissar Gaines, Werner Kriegler: Frank Hohmann
Mallory Kingsley, Avril Rains: Silvia Ulrich
Margie, Jackie: Alex Edinger
Film-Studiobedienstete: Ilka Marhold, Jana Pokora, Nadja Swetnam
Die Angel City Singers, Scat- und Chorgesang: Philipp Böttcher, Alex Edinger, Sonja Härtel, Frank Hohmann, Ilka
Marhold, Jana Pokora, Trystan Pütter, Björn Sauer, Patrick Schmitz, Nadja Swetnam, Silvia Ulrich
Band:
Dirigent und Keyboards: Frank Bangert
Keyboards: Wolf Dobberthin / Andreas Karthäuser
Bass: Hansi Malolepssy
Gitarre: Patrick Hoss
Schlagzeug: Thomas Elsner / Holger Dietz
Trompete: Joachim Braun / Ralf Himmler
Posaune: Till Krause / Alan Jacobson
Reeds: Bodo Christmann / Jens Hunstein / Stephan Völker
Kleines Haus
Hessisches Staatstheater Wiesbaden