RENT
Buch, Musik & Liedtexte: Jonathan Larson
Deutsch: Wolfgang Adenberg
Inszenierung & Choreografie: Iris Limbarth
Musikalische Leitung: Joachim Braun, Frank Bangert
Gesangseinstudierung: Frank Bangert, Andreas Karthäuser
Bühnenbild: Reinhard Wust
Kostüme: Heike Ruppmann
Kostümassistenz: Jelena Miletic
Dramaturgie: Iris Limbarth, Franziska Spring
Regieassistenz: Franziska Spring, Lena Ludwig
Schauspieltraining: Jan Käfer
Inspizienz: Michael Schmiedel
Videoinstallation: Gérard Naziri
Premiere am 30. August 2007 im Kleinen Haus
Measure your life in love
An einem Heiligabend im New Yorker East Village. Der junge, ambitionierte Filmemacher Mark Cohen und sein Mitbewohner, der
Rocksänger Roger Davis können, wie viele andere, die Miete für Ihre Wohnung in einem alten Industrieloft nicht mehr bezahlen. Das kommt dem
Besitzer nur recht, denn er will alle Künstler und Obdachlosen aus dem Viertel vertreiben, um dort ein "Cyber Arts Studio" zu errichten. Er
lässt im gesamten Viertel den Strom abschalten. Es kommt zu Unruhen. Mark dokumentiert alles mit seiner Kamera. Der Philosoph Tom Collins wird
auf dem Weg zu seinen Freunden zusammengeschlagen. Ein junger Straßenmusiker namens Angel Dumott Schunard hilft ihm, die beiden verlieben sich,
doch ihnen bleibt nur wenig Zeit, beide haben Aids. Auch Roger verliebt sich, in die Nachtclubtänzerin Mimi Marquez, die bei ihm klopft und um
Feuer bittet. Doch Roger ist noch nicht über den Tod seiner Exfreundin hinweg. Eine leidenschaftliche, aber komplizierte Beziehung beginnt.
Marks Exfreundin Maureen Johnson, eine Performancekünstlerin, organisiert zusammen mit ihrer neuen Freundin, der Anwältin Joanne Jefferson eine
Protestveranstaltung gegen die Räumung des Viertels. Benjamin Coffin III., ein ehemaliger Mitbewohner, der die Tochter des Besitzers geheiratet
hat, soll versuchen die einstigen Freunde davon abzubringen, aber ohne Erfolg. Ein Kampf um Freiheit, die Liebe und das Leben beginnt. Ein Kampf,
den Angel verliert. Er stirbt wenig später an den Folgen seiner Krankheit. Geschockt und mit ihrem eigenen Schicksal hadernd gehen die Freunde
für eine gewisse Zeit getrennte Wege. Roger verlässt die Stadt, Mimi wird damit nicht fertig und lebt auf der Straße. Als Roger zurückkehrt um
Mimi zu suchen, findet man sie im Park, es steht schlecht um sie. Roger gesteht ihr endlich seine Liebe. In ihrem Todeskampf hat sie eine
Vision, sie sieht Angel, der sie ins Leben zurückschickt. Den Beiden wird noch etwas Zeit geschenkt, die Liebe hat gesiegt.
Es zählt nur das Jetzt.
RENT
Jonathan Larson formte aus Motiven der Oper "La Bohème" von Puccini und Szenen aus Henri Murgers "La vie de Bohème" ein eindrucksvolles Portrait der "Lost Generation". Er transferierte den Stoff ins aufregende New York des ausklingenden Jahrtausends und schuf durch beklemmende Authentizität und eine grandiose Partitur ein Kultmusical. Seine Fassung der "Bohème" spielt, ähnlich wie das Original, in einer jungen, aufbrechenden Künstlerszene, die Geißel der Menschheit in den 1990ern heißt Aids. Seine Künstler sind Filmemacher, Rocksänger, Performancekünstler oder Straßenmusiker. Sie wollen die Welt verbessern, ein aufregendes, unangepasstes Leben führen und suchen nach der großen Liebe. Rent ist aufregend und berührend, komisch und tragisch, melancholisch und voller Lebenslust. Es wurde von der Kritik als revolutionärer neuer Impuls für das amerikanische Musiktheater gefeiert und als Hair der 1990er Jahre umjubelt. Zahlreiche Auszeichnungen folgten, unter anderem der Tony Award als bestes Musical und der renommierte Pulitzer Preis als bestes Drama. Der Song "Seasons of Love" wurde in einer Interpretation von Stevie Wonder für den Grammy nominiert. Larson, der fieberhaft für den Erfolg des Stückes gearbeitet hat, konnte seinen Triumph nicht miterleben. Er verstarb auf tragische Weise 19 Tage vor der Premiere und nur 10 Tage vor seinem 36. Geburtstag an einem Aortenaneurysma. Rent läuft mit ungebrochenem Erfolg seit über zehn Jahren am Broadway und gehört damit zu den Top-10 der am längsten non-stop laufenden Broadwaymusicals. 2005 wurde Rent erfolgreich verfilmt und für 2008 ist ein Revival im Londoner West End geplant.
Es spielen:
Roger Davis: Daniel Kegler
Mark Cohen: Rainer Maaß / Thomas Zimmer
Thomas B. Collins: Björn Sauer / Jan Grenner / Norman Hofmann
Angel Dumott Schunard: Tim Speckhardt / Manuel Dengler
Benjamin Coffin III.: Christopher Niederelz / Christopher Hastrich
Mimi Marquez: Charlotte Thompson / Julia Klemm / Marie Ribaric / Ann-Christin Fray
Joanne Jefferson: Felicitas Geipel / Alexandra Fukazawa / Ann-Christin Fray
Maureen Johnson: Wasilena Georgieva / Jasna Bauer / Alexandra Fukazawa
Paul, Der Mann, Mr. Grey, Steve: Christopher Hastrich / Christopher Niederelz / Aljoscha Zöller
Mr. Jefferson, Gordon, Kellner, Schläger: Norman Hofmann / Benjamin Muth
Mann mit Autoputzer, Solist: Manuel Dengler / Tim Speckhardt
Verkäufer, Schläger: Benjamin Muth / Thomas Lascheit
Pastor, Streetdancer, Todesengel: Marc Schöttner / Matthias Weißschuh
Mrs. Cohen: Kathrin Pattensen
Alexi Darling: Ann-Christin Fray / Cindy Walther
Frau in Decken, Rogers Mutter, Mantelverkäuferin, Ali: Christina Blum
Mrs. Jefferson: Jasna Bauer / Ann-Christin Fray / Cindy Walther
Solistin, Mädchen: Jasna Bauer / Julia Klemm / Cindy Walther
Mimis Mutter, Pam: Marie Ribaric / Sophia Schwarzkopf
Backgroundgirls: Jasna Bauer / Madeleine Weise / Cindy Walther / Ann-Christin Fray / Jaqueline Reinhold / Marie Ribaric
/ Sophia Schwarzkopf
Polizisten: Madeleine Weise, Marc Schöttner / Matthias Weißschuh, Jaqueline Reinhold
Obdachlose, Junkies, Händler: Benjamin Muth / Thomas Lascheit, Jasna Bauer / Julia Klemm / Cindy Walther, Norman
Hofmann, Kathrin Pattensen, Christina Blum, Marie Ribaric / Sophia Schwarzkopf, Ann-Christin Fray, Alexandra Fukazawa / Felicitas Geipel,
Madeleine Weise, Marc Schöttner / Matthias Weißschuh, Jaqueline Reinhold
Band:
Dirigent & Keyboards: Frank Bangert
Keyboards: Klaus Weyrauther / Andreas Karthäuser
Bass: Hansi Malolepssy
Gitarre: Patrick Hoss
Schlagzeug: Holger Dietz
Trompete: Joachim Braun
Reeds: Bodo Christmann / Jens Hunstein
Kleines Haus
Hessisches Staatstheater Wiesbaden